Die Zeit der Vorbereitung auf die Ten Sing Tournee war sehr sehr krass. Es sind sehr viele Proben ausgefallen, wodurch ein hoher Zeitdruck entstand. Aber das war eher eine Kleinigkeit. Zum Ende hin gab es zu jeder Probe einen anderen Konflikt, der oft eskaliert ist, sehr Kräfte zehrend war und zur Folge hatte das wir wieder nicht oder nur wenig proben konnten. Oft stellte sich die Frage ob wir überhaupt nach Deutschland fahren würden, ob die Jugendlichen das wirklich wollen, weil sie oft motivationslos und unkonzentriert waren. Dazu kamen noch viele persönliche Probleme der Jugendlichen und andere Schwierigkeiten beim Organisieren der Fahrt. Eine Woche vor Abfahrt haben wir erfahren das die Hauptsängerin und eine Schauspielerin nicht mitfahren können, weil sie keinen Urlaub bekommen. Einen Tag vor Abfahrt musste dann auch der zweite Hauptsänger absagen, da auch er nicht frei bekommen, aber auch nicht eher nachgefragt hatte. Zudem sagten viele Jugendliche aus unterschiedlichen Gründen immer wieder ab und erst nach vielen Gesprächen wieder zu. Das war sehr sehr Kräfte zehrend, aber besonders psychisch belastend und durch die sehr engen Beziehungen zu den Jugendlichen noch verstä
Letztendlich sind wir doch zu 11. gefahren, mit mehr Leuten als zwischenzeitlich erwartet. Nach 17 Stunden Fahrt sind wir in Österreich im Schloss Klaus angekommen und haben dort übernachtet. Das war ein echtes Geschenk, in so einer traumhaften Umgebung kurz Rast machen zu können. Am nächsten Morgen wurde uns das gesamte Gelände und eine dazu gehörige Behindertenwerkstatt gezeigt. Danach haben wir uns auf den Weg nach Altensteig zum CJD gemacht. Dort macht eine unserer Jugendlichen zur Zeit ein freiwilliges Jahr, zu dem ist die Leiterin des CJD-Altensteig auch im Vorstand der Domus Stiftung. Wir haben mit den psychisch kranken Jugendlichen dort tw Programme gemacht, bei einer Infoveranstaltung über CJD Domus ein paar Lieder gesungen und ein Konzert in Nagold gegeben. Das Konzert war unser erstes, wir hatten es für uns als Generallprobe deklariert... es lief überraschender Weise total gut, nur leider waren nur 15 ältere Leute da.
Auf unserer Weiterfahrt na
ch Nürnberg haben wir kurz bei Benis Schwester vorbeigeschaut und in Ulm für zwei Stunden Straßenmusik gemacht. In Nürnberg haben wir beim CVJM übernachtet. Das geplante Konzert mussten wir leider ausfallen lassen, weil wegen mangelnder Werbung vor Ort nur ein Mann gekommen ist. Dafür hatten wir wirklich Zeit uns die tolle Stadt anzuschauen und ich konnte seit langer Zeit mal wieder einen deutschen Gottesdienst miterleben. Am Sonntag haben wir dann eine Kaffeepause bei Benis Eltern im Vogtland gemacht und waren zum Abendessen bei meiner Familie in Chemnitz. Es war
toll den Jugendlichen zu zeigen wo ich her komme, meine Lieben wieder zu sehen und in so einer liebevollen Atmosphäre empfangen zu werden. Für die Jugendlichen war es ein besonderes Erlebnis so eine Familie zu sehen. Wir saßen zum Abschluss alle gemeinsam um den Kamin, haben Lieder gesungen und die Jugendlichen wollten beten! Die Tage zu vor war ihnen das gemeinsame Gebet eher lästig...
Das abscließende Konzert in Görlitz war eher chaotisch. Wir hatten ein paar mehr Zuschauer als zu den anderen Konzerten, aber dafür sind uns sehr viele Pannen unterlaufen... was wohl auch damit zusammen hing das wir wegen Konflikten in der Gruppe das Konzert kurz vorher beinahe abgesagt hätten. Trotzdem haben wir positives Feedback bekommen... wir waren authentisch und unsere Botschaft von Jesus ist klar rüber gekomme
toll den Jugendlichen zu zeigen wo ich her komme, meine Lieben wieder zu sehen und in so einer liebevollen Atmosphäre empfangen zu werden. Für die Jugendlichen war es ein besonderes Erlebnis so eine Familie zu sehen. Wir saßen zum Abschluss alle gemeinsam um den Kamin, haben Lieder gesungen und die Jugendlichen wollten beten! Die Tage zu vor war ihnen das gemeinsame Gebet eher lästig...Für mich war die Zeit in Deutschland zum einen sehr schön, zum anderen war sie aber auch sehr schwer. Wir hatten mit den Jugendlichen sehr viele Konflikte auszutragen, die teilweise ausgeartet sind. Viele haben sich nur um sich selber gedreht und danach gesehen was sie gerne machen wollen, aber nicht danach weswegen wir eigentlich nach Deutschland gekommen sind. Dabei ist die Gruppe sehr stark auseinander gedrifftet und es konnte kein starkes Wir entstehen. Im Nachhinein mussten wir feststellen das für die Jugendlichen der deutsche Anspruch zu hoch war, sie mit dem Druck, den vielen fremden Eindrücken und der anderen Kultur nicht umgehen konnten.
Wieder zurück in Rumänien, waren wir an unserer Belastungsgrenze, total ausgelaugt. Bis jetzt haben wir den den Arbeitsdruck wegegnommen, uns wieder bewusst Aus- und Entspannungszeiten genommen und auch die geplante Schlauchbootfreizeit abgesagt. Mittlerweile geht es wieder besser, so dass wir uns jetzt mit frischen Kräften der Vorbereitung der Aktions Freizeit auf der Kirchenburg Archita widmen können. Diese leitet ein deutscher Freund. Es wird eine Begegnungsfreizeit mit deutschen Jugendlichen bei der wir auf den Luxus von Sanitärenanlagen verzichten werden und diese statt dessen selber bauen. Wir werden zelten, viel mit Erlebnispädagogik arbeiten und Grenzen testen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen